Es war während meiner Promotion an der Universität Duisburg-Essen, als ich wirklich verstand, wie ernst die Situation für deutsche Stahlproduzenten ist. Ich untersuchte die Herausforderungen bei der Reduktion von Prozessemissionen — und das war ein Augenöffner. Nicht einfach nur Energiesparen, sondern die grundlegenden chemischen Prozesse umstellen. Das ist ein anderes Kaliber.
Nach meiner Promotion arbeitete ich acht Jahre bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Dort führte ich intensive Stakeholder-Diskussionen mit Zementherstellern und Stahlproduzenten. Man sitzt am Tisch, hört den Fabrikleiter, den CFO, den Techniker — und merkt schnell: Das ist kein theoretisches Problem. Es geht um echte Arbeitsplätze, echte Investitionen, echte technische Hürden. Gleichzeitig musste ich mich mit EU-Emissionshandel, Carbon Leakage und internationaler Wettbewerbsfähigkeit auseinandersetzen.
Das hat meine Perspektive geprägt. Ich bin nicht davon überzeugt, dass ideale Lösungen funktionieren. Ich glaube an technisch fundierte Strategien, die sowohl Klimaschutz als auch wirtschaftliche Rentabilität berücksichtigen. Das ist der Kern meiner Arbeit bei Dekarbonisierungsstrategien Deutschland GmbH.